Sonntag, 24. Januar 2010

warum ich keinen cent nach haiti spende

seit mitte der woche höre ich im radio nur noch spendensendung
und es geht mir auf den keks
die menschen spenden ohne unterlass
und monate später hören wir wieder dass irgendwo summen rumliegen die dann so klammheimlich versickern
aber das wäre nicht mal das schlimmste
nach so einer katastrophe werden die menschen vor ort mit diesem geld plattgeschlagen
wenn wir schon helfen bestimmen wir auch was es gibt und wie ihr in zukunft zu leben habt
und wichtig zu wem ihr demnächst betet
das erklären wir euch in unseren schulen
usa baut nebenher gleich einen stützpunkt auf
die einheimischen werden in den medien als unvernüftige wilde dargestellt ( straßensperren aus trümmern und leichen plünderungen )
die hilfe der nachbarn wird geflissentlich überschwiegen
ich hatte lange jahre immer mehr monat als geld
das ist jetzt nicht mehr so
aber ich werde geld nur an projekte von einheimischen geben
allerdings
meine hochachtung für menschen die direkt dort hingehen
ärzte helfer
vor allem da sie von den anderen *helfenden* noch behindert werden

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Karin (Gast) - 24. Jan, 16:20

Spenden? nie nicht...

Ich stimme dir völlig zu. Mir schlägt es jedesmal die Galle ans Zäpfchen, wenn ich so einen verlogenen Spendenaufruf sehe. Ein Gedanke ist denn immer, ich gebe nichts dafür, dass wir uns wieder irgendwo breit machen können, und es den Leuten auf Dauer gesehen noch schlechter geht.
Der andere ist recht kompliziert. Ich denke ja, dass diese ganzen Erdbeben, Seebeben, Wirbelstürme, Blizzards, und so weiter, Folgen der Klimaveränderung sind. Das wiederum verändert sich durch dieses maßlose Prouzieren und Konsumieren, ohne Rücksicht auf Schäden für die Umwelt. Ich nun bin schon lange weitesgehend ausgestiegen, aus diesem Wahn. Esse Bio, kaufe Sachen aus nachhaltigen Rohstoffen, habe hier eine optimale Resteverwertung, kaufe in einer Einkaufscooperative wo es wenig Verpackungen gibt. Rauche höchst selten, Esse nur einmal die Woche Fleisch, habe kein Auto, fliege nicht und wohne in einer kleinen Wohnung mit Ofenheizung. Also tue ich so einiges für unsere Umwelt, und das ist mit ziemlichen Kosten verbunden, und mit einigen an Umdenken. Da habe ich meinen Beitrag geleistet. Denn das Geld das ich spenden würde, kommt ja doch nicht da an wo es gebraucht wird. Das ist so scheinheilig. Vor allem weil diese kurzen Spenden ja nichts dauerhaft verändern. So, dass ist jetzt aber sehr lang geworden. Das Thema geht mir wirklich an die Nieren. Lg Karin

madeye - 24. Jan, 16:27

ja mir auch
und auch das andere
dieser klimahype
das eine ist umweltverschmutzung etc und die sollten wir beenden und da versuche ich die gleichen wege wie du
das andere ist veränderung durch sonnenaktivitäten
und unsere ichregiereeuchmarionetten eilen schadstoffpustend um die welt um uns zu verkünden
bleibt zu hause und lasst euch impfen
immerhin haben wir ganz viel von der quecksilbersuppe bestellt
und das geld was ihr überhabt zahlt mal fix als steuern
so und jetzt versuche ich wieder ganz ruhig zu atmen :)))
rena (Gast) - 25. Jan, 12:20

haiti

mich bringt es einfach auf, dass - trotz spenden nach italien - die erdbebenopfer von vor zwei jahren immer noch in containern hausen und das gespendete geld offenbar irgendwo angekommen ist, nur nicht bei ihnen. ich würde jedem, der direkt vor ort hilft, meine spende in die hand drücken, vertrau aber aber nicht mehr wirklich diesen organisationen, die derzeit ja unglaublich aktiv sind. man darf sich auch fragen: wo bleibt hier die weltbank ? wo unsere institutionen, die praktisch über nacht milliarden aus dem hut zaubern, um banken zu retten. ich finde, die sollten auch was tun. es wird einen guten grund haben, warum der staat österreich kein geld dahin schickt, sondern zelte. also was greifbares, sichtbares, nützliches. daran würde ich mich sofort beteiligen. wie ich überhaupt denke, sinnvolle hilfaktionen sollten regierungen in die hand nehmen und gespendetes geld in form von sachspenden dahin befördern. das würde mein vertrauen in den sinn meiner spende stärken,

slg rena

madeye - 28. Jan, 16:44

ja genau so
eine freundin war in afrika und hat in ein kinderheim sachen mitgenommen kleidung spielzeug materialien
luisa francia mit ihren wundertüten
sowas kommt an...

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