Samstag, 28. Juli 2007

statt depeche mode...

traditionell ist das letzte juli wochenende kirmes in h.
sonntag abend ist 80ger jahre party
da sind wir alle zusammen hin
im ersten jahr war auch noch mächtig was los
danach gähnte langeweile
und wir entschieden lieber zu wandern
eine tageswanderung zur heiligen eiche
letztes jahr liessen wir die eiche rechts liegen
dieses jahr war alles anders
nicht am sonntag
nicht zur heiligen eiche
sondern am samstag zum brocken
und k. ist leider nicht mitgekommen
selbst der brocken der sich uns drei jahre von der schönsten seite zeigte hat sich diesmal in wolken regen und nebel gehüllt

ja es war der falsche tag
bayern ferienanfang
dazu die wolkenbrüche
nicht zu vergessen dass in der urlaubsregion harz
pünktlich zu ferienbeginn einige baustellen bestehen
aber insgesamt dauerte die fahrt nur eine halbe stunde länger

aufstieg über den hexenstieg
die felsbrocken in allen grössen wie hingeworfen
klettern im zickzack
die bode wildrauschend und schäumend
die wege kleine bäche
mooriges braunes wasser
mittunter holzstege
auf halber höhe auf regennasser bank die erste pause
als wir die strasse zum brockenplateau erreichen erstes donnergrollen

tapfer zum gipfel gekämpft
die sicht keine hundert meter
sturmboen
regen
aber wie geplant ein bier am bahnhofskiosk getrunken
winnie hatte sich tapfer durchgekämpft
ungewohnt an der leine
vom ersten meter patschnass
erbettelt am kiosk würstchen

kurz darauf der abstieg
zunächst entlang der schienen
durch die üppig grüne heidevegetation
die betonstrasse hinunter
bald in den wald abgebogen
der weg nach schierke geschottert
landschaftlich schön
kein steig
mehr die wanderautobahn
wir waren meist allein
obwohl erstaunlich viele wanderer unterwegs waren
nicht auszudenken wie es bei gutem wetter gewesen wäre
noch eine pause ohne dach
die aufforderung war zu erneutem wolkenbruch
danach bald das auto erreicht

die rückfahrt ohne regen und fast sonnig
schön wars
auch wenn beine und füsse jetzt bleischwer sind

mitten in der woche...

donnerstag genug zeit für eine gudensbergrunde
gestartet an der blauen scheune
über den radweg die alte bahnlinie
nach dissen
dort zum wald ohne dem pferdegrab einen besuch abzustatten
warm windig und sonnig
auf den feldern ringsum die mähdrescher
die abgeernteten felder mit jauche begossen
landluft ist nicht immer sehr frisch

kurze wasserpause über deute
dann die alte landstrasse entlang
weiter blick über die täler
der berg brombeerüberwuchert
von ranke zu ranke vorgearbeitet
durch gudensberg zum auto zurück
eine der gelungenen kleinen fluchten
ferien im alltag
einer meiner lieblingswege
auf dem die schuhe allein fliegen

Sonntag, 22. Juli 2007

das beruhigt mich

ja doch
da sagt der herr steinmeier die geisel wurde nicht umgebracht
ist an erschöpfung gestorben
sozusagen eines natürlichen todes
man kann sich die fakten schon schönreden…

Samstag, 21. Juli 2007

...

warm wars heute
von wilhelmshausen aus aufgestiegen
auf breiten wirtschaftswegen
sonnenbeschienen
es zogen wolken auf
leises grollen im hintergrund
manchmal ein bisschen schatten
ein kühler lufthauch
heiligenlägerteiche und alaunteich
am teichufer alte gedenksteine für die gefallenen aus den beiden weltkriegen
alte eichen
viele nadelbäume
flächen mit windbruch
hohe stapel holz an den wegen
oft schon stark verwittert
hat sich gelohnt mit der pause zu warten
bank und tisch wenn auch in der sonne
über die alte kohlenstrasse vorbei an der stillgelegten zeche
zum gahrenberg
diesmal mit gipfelbesteigung
an der hütte wasser trinken
die in der karte versprochene schöne aussicht längst zugewachsen
rückweg auf dem steinköhlerspfad
die kastanien alle braun
ein trauriger anblick
kann man so viele bäume retten
oder wird sich das von selbst ändern mit der zeit
oder sind sie endgültig geschädigt

gute vorsätze...

fernsehen ist nur von übel
immer wieder fall ich drauf rein
gestern wieder
reinhardswald
yeah denk ich
wollen wir doch morgen wandern
also statt v. in die schuhe und über den berg zu treiben
setz ich mich vors tv
ein film von 2005
kurz vor der grossen umstrukturierung im hessenforst
in weiten teilen ein bericht über den revierförster und die waldarbeiter die ihre arbeit verlieren werden
ein paar bilder mit nebel und waber waber
und dem verweis auf mythen und sagen
das wars und liess mich in tränen zurück
voll mitleid mit dem förster…
danach die sendung war dann nur schrott
himmel
ich weiss es doch
wieso lern ich nie aus meinen fehlern
selberleben statt glotze

Montag, 16. Juli 2007

hinter allen spiegeln

das liest sich so gut
…und alle waren glücklich und zufrieden und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute…
aber wenn man dann mal guckt wie es weitergeht
damals bei dornröschen
sie hatte ausgesorgt
der prinz hat sie geholt und mit in sein königreich genommen
aber wie ging es weiter für die leute bei ihr zu hause

es war die zeit als es schon langsam bergab ging
die feen wurden lästig mit ihren bedenken
immer mehr von ihnen wurden der hexerei gescholten und verjagt
der könig wurde alt
er sah dass die hundert jahre nicht spurlos vergangen waren
vor der dornenhecke war das leben weitergegangen
er versuchte die neuen ideen in sein land zu holen
und die königin setzte mit aller strenge die neuen regeln um
aber der könig war müde
er hatte keinen sohn der ihn beerben konnte
und die königin wurde immer engstirniger mit den menschen
der wollte er das regieren auch nicht allein überlassen
er sandte seine berater aus
die sich nach einem nachfolger umsehen sollten
sie irrten lange umher
drachentöter waren selten geworden
die königssöhne hatten ihre eigenen reiche oder winkten dankend ab
endlich fanden sie bei der schwester von schneewittchens stiefmutter
einen der hatte das gruseln gelernt
er kam und brachte seinen berater mit
und die schwester von schneewittchens stiefmutter
und es kam auch noch goldmarie mit
rosenrot war schon da weil sie nicht länger schneeweisschen auf der tasche liegen wollte
aber die schätze des kleinen zwerg waren bald aufgebraucht
und die lorbeeren und die vorschüsse
und es wurde deutlich dass es kein zuckerschlecken ist so ein königreich zu regieren
ohne die feen und weisen frauen und die gunst der zauberer
der berater vom könig zog auf seinem schwarzen ross weiter
das volk wurde unruhig
es spürte die not und die bedrohung
von den grenzen des königreiches wurde berichtet dass drachen wieder ihre häupter erhoben
aber es war kein geld da
um die soldaten anzuwerben
der könig wollte nicht selbst den drachen töten
weil er kein königssohn war und nicht wusste wie das ging
da hatte die schwester von schneewittchens stiefmutter eine idee
sie erklärten das volk zur gefahr und boten es den drachen zum frass dar
seither leben sie allein auf rapunzels turm
und erzählen sich jeden abend geschichten
und die anderen könige sind ganz neidisch auf sie
weil sie ihre ruhe haben...

Sonntag, 15. Juli 2007

bye bye alice...

müde aus dem busfenster schauend habe ich das plakat gesehen
ich schaue immer müde aus dem busfenster
morgens vor der arbeit wenn ich mich in meinem bett zurücksehne
abends nach der arbeit wenn ich mich in mein bett hineinsehne
zwischendurch wenn ich nach hause muss um mit dem hund rauszugehen
wenn der bus so unsäglich langsam dahinkriecht…
zeitweise kann ich mir diese fahrzeiten mit einem buch erträglichen
derzeit vorzugsweise englischsprachiges
aber nachdem mich das letzte derart kalt erwischte
ich gleich zu beginn des lesens in tränen ausbrach
und mich kaum beruhigen konnte
suche ich mal wieder nach leichter lektüre
die das hirn nicht ins koma entlässt
in so einer situation fiel mein blick auf das plakat
es gehört zu einer reihe
und ich hatte bereits zu den sprüchen gegähnt
hatte mit leisem befremden das plakat betrachtet auf dem der große und der kleine mann hand in hand dastehn
hatte innerlich den kopf geschüttelt darüber dass wir uns solchen menschen anvertrauen
und nahm ohne innere rührung auch dieses plakat zur kenntnis
da war nichts in mir
kein aufschrei
kein aufbranden von irgendwas
und erst als ich an anderer stelle davon las
erwuchs langsam ganz langsam die ungeheuerlichkeit
und ich klickte auf ihre homepage und las die lahme argumentation dazu
gleichzeitig fiel mir dazu die fernsehsendung ein die sie moderiert hat
in die ich zufällig hineinklickte
und nur kurze zeit später gezielt wieder wegklickte
dabei liebe ich diskussionssendungen
zumindest wenn intelligente menschen mitreden
und stelle fest
ich lebe in einer lebenslangen desillusion
stück für stück zerbricht mir alles woran ich mal geglaubt habe
wofür ich mich eingesetzt habe
und ich merke es nicht mal mehr

ist das das geheimnis der weisen alten
zu wissen dass nichts da ist
nichts was bestand hat
nichts was sich lohnt für zu kämpfen…

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